Am Samstag, dem 24. April konnten Sumofans ein Turnier mit
hochrangiger internationaler Beteiligung in den eigenen Landen besuchen. Auf
Einladung der „Kampfsportschule im Klostergarten (KIK)" unter großem Einsatz
des Organisators Karsten Grap, fand in Berlin das 2. Sumo-Basho statt.
Leider konnten aufgrund von Vulkanasche in der Luft und Visaproblemen an
Land nur 5 ausländische Starter antreten, Naranbat Gankhuyag aus der
Mongolei, Petar Stoyanov mit seinem bulgarischen Team, bestehend aus Hristo
Hristov, Ivan Kachakov und Dimitar Dimitrov, Jacec Jaraz aus Polen. Aus
Deutschland traten an Alexander Czerwinski, Fred Koeppen und der junge
Johannes Schmerling.
Trotz verringerter Teilnehmerzahl wurde ein tolles Sumoprogramm gezeigt, das
auch Gäste, die bislang keine Berührung mit dem Sport hatten, begeistern
konnte. Nach einer kurzen Demonstration der 2 gängigsten Techniken im Sumo (Yorikiri
– dem Herausdrücken des Gegners mit Griff am Gürtel (Mawashi) und Oshidashi
- dem Herausdrücken des Gegners ohne Griff) konnte es losgehen. Alle Kämpfer
mussten in den Vorrunden gegeneinander antreten, die besten 4 kämpften dann
um die „Medaillen".
Weltmeister Naranbat konnte in seinen ersten Kämpfen überzeugen, musste sich
dann aber dem starken Petar Stoyanov geschlagen geben und liess es danach
ein wenig an Konzentration fehlen. Unsere deutschen Kämpfer spielten bei der
Vergabe der Plätze 1-4 keine Rolle, konnten aber auch mit guten Kämpfen das
Publikum begeistern. Jacec Jaraz stieg verletzt aus, so machten Weltmeister
Naranbat, Petar Stoyanov und seine beiden bulgarischen Kollegen Hristo
Hristov und Ivan Kachakov die Plätze unter sich aus.
Hatte Naranbat seinen ersten Kampf gegen Hristov noch knapp für sich
entscheiden können ging er dann aber im Entscheidungskampf gegen ihn für die
Endrunde zu Boden. Ein gutes Turnier lieferte der junge Ivan Kachakov ab,
der im Kampf um den 3. Platz überraschend Naranbat besiegen konnte und den
Weltmeister so auf den 4. Platz verwies. Die Freude bei Ivan war
dementsprechend groß. Keine Schwierigkeiten im Entscheidungskampf hatte dann
Petar Stoyanow gegen Hristo Hristow, der achtfache Europameister gewann den
Kampf und das Turnier überzeugend.
Ein gelungenes Rahmenprogramm und Ehrengäste wie Ex- Sumoweltmeister
Thorsten Scheibner sowie Olympiasieger Udo Beyer und Maik Bullmann rundeten
das Turnier ab. Die Politik war durch den Europaabgeordneten Joachim Zeller
vertreten. Auch im nächsten Jahr soll es ein Berlin-Sumo-Basho geben,
für jeden Sumofan und den, der es werden will auf jeden Fall empfehlenswert!
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